Ashley Madison: Die Seitensprung-Vermittlung für garantierte Affären‎?

AshleyMadison.com ist derzeit in aller Munde. Auf Grund der Datenschutzaffäre im Jahr 2015, haben auch all jene von AshleyMadison.com erfahren, die bislang Seitensprung-Vermittlungen gemieden haben. Doch was ist AshleyMadison.com tatsächlich? Und warum steht das Portal seit seiner Gründung im Jahr 2002 unter Dauerkritik?

Die Anfänge von AshleyMadison.com

Darren Morgenstern gründete im Jahr 2002 das Online-Portal Ashley Madison. Primär diente AshleyMadison.com der Kontaktaufnahme mit Sexualpartnern, welche an Seitensprünge interessiert waren.

Die Idee: Dating nur für Seitensprünge

Wer also einen „neuen Reiz“ in seiner Ehe oder Partnerschaft benötigte, registrierte sich beim Online-Portal und erhoffte sich ein außerpartnerschaftliches Abenteuer. Im Endeffekt war AshleyMadison.com nichts anderes als eine Singlebörse, welche jedoch nicht von Singles, sondern von in Partnerschaft befindlichen Personen besucht wurde, die auf der Suche nach Gleichgesinnte waren.

Life is short. Have an affair

Fünf Jahre nach der Gründung des Portals wurde Ashley Madison an Noel Bidermans Avid Life Media verkauft. Schon damals warb das Portal mit dem provokanten Slogan: „Life is short. Have an affair„. Übersetzt bedeutet des Motto: „Das Leben ist kurz, habe eine Liebesaffäre„. Auch jene Werbung sorgte dafür, dass AshleyMadison.com in der Öffentlichkeit heftig kritisiert wurde.

AshleyMadison.com und der Männerüberschuss

AshleyMadison.com ist keine klassische „Single-Seite„, welche zur Kontaktaufnahme mit Freunden und zum Finden seriöser Kontakte im sicheren Chatroom genutzt werden kann. Es geht mehr darum, schnell im Privatchat Kontakte zu attraktiven Singles und Nicht-Singles zu knüpfen, die einen Seitensprung suchen.

Wer sich auf AshleyMadison.com registriert, hat sehr wohl schon zu Beginn die Auswahlmöglichkeiten, welche Art von Seitensprung gesucht wird.

  • Ist es der reine Erotik-Chat
  • oder ein Abenteuer ohne Tabus?

Schon zu Beginn wurde das Portal heftig kritisiert, da hier eine Geldquelle geschaffen wurde, welche jedoch dafür sorgen würde, dass „Herzen gebrochen, Familien zerstört und Ehen ruiniert werden würden„. Doch der Erfolg gab dem Betreiber des Online-Portals Recht.

32 Millionen User, die eine Affäre suchen

Mit Mai 2015 verwies AshleyMadison.com auf 32 Millionen User, die sich weltweit auf dem Portal registrierten. AshleyMadison.com galt als bekannteste und größte Internetbörse, welche im World Wide Web zu finden war. Doch auch wenn 32 Millionen User registriert waren, so schrumpften die aktiven Mitglieder. Denn AshleyMadison.com kämpfte immer wieder mit Fake-Profilen und dem scheinbar nicht zu bändigenden Männerüberschuss.

So liegt das Verhältnis bei 70 zu 30. Mitunter gab es auch Gerüchte, dass die Fake-Profile selbst angelegt wurden, damit überhaupt ein Frauenanteil von 30 Prozent erzielt werden konnte. Wie alle derartigen Online-Börsen, kämpfte AshleyMadison.com mit einem sehr geringen Frauenanteil und dem – nicht mehr unter Kontrolle bringenden – Männerüberschuss.

Seriöses Casual Dating

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Die Datenschutzaffäre aus dem Jahr 2015

AshleyMadison.com ist keine klassische Online-Singlebörse, da es sich faktisch nicht um Singles handelt, sondern vielmehr um Personen, die sich in einer Beziehung befinden. Und genau dieser Punkt war es auch, der stetig kritisiert und bemängelt wurde.

Wer sich auf einer Single-Börse registrierte, obwohl eine Partnerschaft bestünde, wurde weniger kritisiert als das Portal, welches sehr wohl Personen die Möglichkeit gab, wenn sie auf der Suche nach einem Seitensprung zu sein, Gleichgesinnte zu finden.

Mit der Datenschutzaffäre im Jahr 2015, als die gesamten Userdaten im Netz online zu finden waren, erlebte AshleyMadison.com einen Hype der Sonderklasse. Jeder wusste plötzlich, wer und was AshleyMadison.com war; ein Großteil hatte Angst, dass er auf der Liste gefunden werden würde. Schlussendlich wurde die Liste online veröffentlicht und ermöglichte sogar eine Namenssuche, sodass der scheinbar treue Ehemann schnell auf der Liste gefunden werden konnte.